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Ruanda - Das Land

Jeden Morgen erwacht in Afrika eine Gazelle. Sie weiß, dass sie schneller laufen muss als der schnellste Löwe, wenn sie am Leben bleiben will. Jeden Morgen wacht ein Löwe auf. Er weiß, dass er schneller laufen muss, als die langsamste Gazelle, wenn er nicht verhungern will. Egal, ob man ein Löwe ist oder eine Gazelle: Sobald die Sonne aufgeht, muss man laufen! In Ruanda ist diese kleine Anekdote aus der Hand eines unbekannten Verfassers bitterer Ernst. Denn die landschaftliche Schönheit wird von der harten Realität überschattet.

Das "Land der Tausend Hügel", wie Ruanda dank seiner Lage in der tropischen Hochebene genannt wird, befindet sich im Herzen Afrikas. Es grenzt im Norden an Uganda, im Osten an Tansania, im Süden an Burundi und im Westen an die Demokratische Republik Kongo. Hier verläuft auf 3000 bis 4000 Meter Höhe die afrikanische Hauptwasserscheide zwischen den Quellgebieten des Weißen Nil und des Kongo (Zaire). Den größten Teil von Ruandas Westgrenze bildet der Kivusee, der zum System der ostafrikanischen Grabenbrüche gehört. Im Grenzgebiet zu Kongo und Uganda liegen die bis 4500 Meter hohen Virunga-Vulkane, auf denen in mittlerer Höhe die seltenen Berggorillas leben.

Ruanda liegt rund 1000 bis 1600 Meter über dem Meeresspiegel. Von der ostafrikanischen Küste ist das Land rund 1200 Kilometer entfernt. Die mittlere Tagestemperatur liegt bei 18 ° C und es gibt keine größeren Temperaturschwankungen über das Jahr.

Ruanda ist das kleinste und das am dichtesten besiedelte Land des schwarzen Kontinents. Die Hauptstadt  ist Kigali mit rund 745 000 Einwohnern, zweitgrößte Stadt ist Butare mit etwa 90 000 Einwohnern. Nur knapp 15 Prozent der insgesamt knapp neun Millionen Einwohner leben in den Städten. Die Überbevölkerung ist Ruandas Hauptstrukturproblem.

Die Menschen arbeiten zu 90 Prozent in der Landwirtschaft. Vor allem die schlechte Infrastruktur, der Mangel an Rohstoffen, Kapital und Fachkräften hemmen die Entwicklungschancen des Landes. Bürgerkriege, Völkermord und Massenvertreibungen haben mit dazu geführt, dass der größte Teil der Bevölkerung von absoluter Armut betroffen ist. Leben und Überleben werden somit jeden Tag aufs Neue zu einem "Abenteuer".

 


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