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Projekte an der Grundschule Gitanda

Die Grundschule Gitanda (Sektor Rusiga, Distrikt Rulindo) liegt auf dem Land und zählt rund 550 Kinder. Im September 2009 hat die Ruanda Stiftung gemeinsam mit der Schule ein Pilot-Projekt zur sozialen Grund- & Nahrungssicherung von Familien mit Kindern gestartet, bei der viele einzelne Projektmaßnahmen umgesetzt werden (Projektkonzept).

Infos Schule & Projekte

Aktuelle Nachrichten / Latest News

Projekt "Junges Gemüse" in Gitanda nimmt Gestalt an

Im September haben wir in Gitanda ein neues Pilotprojekt gestartet, das Kindern und ihren Familien ermöglichen soll, einen eigenen kleinen Gemüsegarten anzulegen.

An 20 bedürftige Kinder wurden Samenpäckchen von verschie­densten Gemüsearten (z.B. Karotten, Tomaten, Zwiebeln, Kohl, Gurken oder Auberginen) verteilt. Unter Anleitung und Aufsicht eines Agronoms haben die Kinder zusammen mit ihren Eltern kleine Beete anlegt und die Samen ausgesät. Die Zeit für eine Aussaat ist um diese Jahreszeit sehr günstig, da es ab Oktober wieder vermehrt Niederschlag in Ruanda gibt und die Pflanzen daher nicht ständig gewässert werden müssen.

Dieses Projekt soll einen weiteren Beitrag zur Aufwertung des Speiseplanes der Kinder leisten und deren Mangelernährung entgegenwirken. Außerdem lernen die Kinder Verantwortung für die Pflanzen zu übernehmen und bekommen Kenntnisse des Gartenbaus vermittelt. Zudem wird es den Kindern Freude bereiten, Ihre Pflanzen wachsen zu sehen und das "Ergebnis" auf dem Teller zu haben.  Langfristiges Ziel des Projektes ist es, dass die Familien sich selbst versorgen können und zudem einen Teil des Ertrages verkaufen und damit ihren Lebensunterhalt bestreiten können.

Bereits im Dezember waren die ersten Pflanzen zu sehen (die Bilder von Nathalies Zwiebelfeld wurden anlässlich H. Schleunings Projektreise aufgenommen).

Bilder unten: Nathalie Ruhangengi aus Gitanda hat mit Ihren Samen Kohl und Zwiebeln angepflanzt.

Nathalie Ruhangengi aus Gitanda hat mit Ihren Samen Kohl und Zwiebeln angepflanzt.

10 neue Computer für die Grundschule Gitanda

Nach der erfolgreichen Erweiterung der Photovoltaik-Anlage in der Grundschule Gitanda, hat nun das ruandische Ministerium für Bildung (MINEDUC) zehn neue Computer geliefert. Da nun genügend Strom zur Verfügung steht, können die Computer ohne Weiteres genutzt werden. Die Schüler und Lehrer freuen sich natürlich ganz besonders darüber, ist doch der sichere Umgang mit Technik eine Fähigkeit, die den Kindern später bessere Jobchancen bietet. Und Spaß macht es außerdem! 

Hier können Sie mehr über die Grundschule Gitanda erfahren!

Noch mehr Licht für Gitanda - Erweiterung der Solaranlage

(Oktober 2012) Nachdem die Firma JUWI Solar sich 2011 mit einer Spende an den Kosten für die Installation der Photovoltaik-Anlage (16 Solarmodule gesponsert von der Fa. Solarworld) sowie am Kauf der notwendigen Anlagekomponenten beteiligt hat, konnte jetzt mit Spendengeldern des Vereins 100% erneuerbar e.V.  über 1.500 EUR eine Erweiterung der Solaranlage durchgeführt werden, die bisher nur zu 50% ausgelastet war.

Im Außenbereich der Schule wurden daher insgesamt 9 Lampen mit je 18 Watt installiert, die das Gebäude von abends 18 Uhr bis morgens 6 Uhr beleuchten. Da in diese Schule bereits mehrfach eingebrochen wurde, hat sich das Einbruchrisiko durch die nächtliche Beleuchtung wesentlich minimiert.

Zusätzlich zu der ursprünglich in 2011 durchgeführten Installation (insgesamt 8 Lampen mit 8 Watt, verteilt auf 3 Klassenzimmer, ein Direktionszimmer sowie ein Studienzimmer)  wurden weitere 18 Lampen mit jeweils 8 Watt im zweiten Gebäudeteil mit 9 weiteren Klassenzimmern installiert.  Außerdem wurde in allen Klassenzimmern je eine Steckdose zur Speisung des vorhandenen Laptops installiert.

Weiterhin wird von der Anlage eine Solarbox versorgt, die zum Aufladen von Mobiltelefonen dient. Die Schule erzielt hiermit ein kleines Einkommen das dann z.B. für den Kauf von Unterrichtsmaterial verwendet wird.

Die Anlage wird betrieben mit 6 Batterien mit 100 A und 12 V ( 2 x 2 parallel in Serie geschaltet = 1 Block 300 Ah,  24 V), die nun Strom in insgesamt 13 Klassenräume, ein Direktionszimmer und ein separates Studienzimmer bringt sowie den Außenbereich komplett beleuchtet.

Nach dieser Erweiterung ist die Solaranlage jetzt zu 93% ausgelastet. Die ehemals dunklen Klassenräume gehören der Vergangenheit an und die Kinder werden sich in den erleuchteten Räumen wesentlich besser konzentrieren und lernen können.


Ein Video über die Erweiterung finden Sie auf Youtube.

Erweiterung Photovoltaik-Anlage in Gitanda

Ältere Nachrichten

"Licht an!" in Gitanda - Schule bekommt Photovoltaik-Anlage

(25.03.11) Seit März gibt es an der Grundschule Gitanda Strom! Das Solarprojekt, welches wir letztes Jahr ins Leben gerufen hatten, wurde unterstützt durch zwei deutsche Solarfirmen. Die Firma SolarWorld steuerte die 16 Solarmodule bei und die Firma JUWI Solar beteiligte sich mit einer Spende von 3.000 EUR an den Kosten für die Installation der Photovoltaik-Anlage sowie am Kauf der notwendigen Anlagekomponenten.

Die Installationsarbeiten wurden von den Auszubildenden des Nelson Mandela Educational Centre der Grünhelme in Ntarama, Ruanda, durchgeführt. Im Dezember wurden die Module dank der Transportkostenübernahme durch die GZI (Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit) nach Kigali transportiert. Alle notwendigen Anlagekomponenten wurden in Uganda und in Ruanda gekauft. Im Januar begannen die Installationsarbeiten. Am 16.02. wurde die kleine Photovoltaik-Anlage in Betrieb genommen. Seitdem heißt es in Gitanda "Licht an!".

An der Schule werden nun vier Räume mit sieben Lampen sowie der Außenbereich davor mit drei Lampen beleuchtet. Zudem hat uns die Conrad-Stiftung einen Laptop für die Schule zur Verfügung gestellt, der durch Solarstrom gespeist wird. Eine zustäztlich angeschaffte mobile Solarbox verhilft der Schule zu Einnahmen. An der Box kann die Bevölkerung im Einzugsgebiet der Schule ihre Handys gegen ein Entgelt aufladen.

Impressionen Photovoltaik-Anlage in Gitanda

Große Evaluierung des Ziegenprojektes - zweite Generation an Zicklein

(17.02.11) Ende Januar haben wir an der Grundschule das seit 2009 laufende Ziegenprojekt kontrolliert und alle Mutterziegen, die damals an 300 arme Kinder und deren Familien verteilt wurden, angeschaut. Der Großteil der Ziegen befindet sich in einem guten Zustand und hat bereits ein- oder mehrmals Junge zur Welt gebracht. Insgesamt beläuft sich die Zahl der Zicklein auf rund 253 Zicklein. Ca. zwei Dutzend der Mutterziegen wurde gegen neue Ziegen ausgetauscht, da sie auch nach mehrmaliger Befruchtung durch den Bock nicht trächtig wurden. Von den damals verteilten 6 Böcken sind noch drei am Leben. Drei Böcke sind an Durchfallerkrankungen gestorben. Von den rund 300 Mutterziegen sind rund zwei Dutzend gestorben, oft ebenfalls an Durchfallerkrankungen. Ein paar wurden jedoch auch gestohlen.

Trotz der Verluste entwickelt sich das Ziegenprojekt gut, denn es gibt bereits eine zweite Generation an Nachkommen, die wiederum Zicklein zur Welt bringen. Die Ziegen vermehren sich nun im Schneeballprinzip. Einige Familien haben durch den Verkauf von männlichen Zicklein Einnahmen erzielt, die zum Kauf von Schweinen und/oder zur Begleichung von Schulgebühren genutzt wurden.   

Impressionen Ziegenprojekt

Schulgarten Gitanda - bald erste Ernte erwartet

(17.02.11) Der im letzten August begonnene Schulgarten auf dem Gelände der Grundschule entwickelt sich gut. Die Beete sind bedeckt mit jungen Pflanzen. Bisher sind dies Kohl, Karotten und Paprika. Dank der in 2009 errichteten Wasserzisterne überstehen die Beete auch außerhalb der Regenzeiten. Der Schulgarten wird von einem Agronom angeleitet, der ca. 15 Stunden die Woche an der Schule arbeitet. Gemeinsam mit den Schulkindern wird Unkraut gejätet, ein- oder umgepflanzt, gegossen und... bald auch geerntet. Die Schulkinder wechseln sich im Rotationsprinzip und per Schulklasse mit der Gartenarbeit ab. 

Von Seiten der Schuldirektion kam die Idee und der Wunsch, die erste Ernte nicht zu verkaufen, sondern für einen Koch-Workshop mit den Jüngsten zu verwenden. So lernen die Kinder das Zubereiten einer Mahlzeit mit selbstangebautem Gemüse. Wir finden diese Idee gut und stimmten dem Vorschlag zu. Die erste Ernte wird voraussichtlich für März erwartet. Die dann folgenden Ernten sollen zum Verkauf angeboten und zur Refinanzierung des Gartenprojektes benutzt werden.  

Beet mit Kohl, im Hintergrund ist ein Dach zu sehen. Da drunter werden die Setzlinge gepflanzt und großgezogen.
Beet mit Kohl und im Hintergrund Schüler der Grundschule.
Nathan, Projektleiter in Ruander und die Vize-Direktorin auf dem Karottenfeld.

Beginn des Schulgartenprojektes an der Grundschule Gitanda


(22.10.10) Seit Ende Augsut wird auf dem Gelände der Grundschule Gitanda ein Schulgartenerrichtet. Das Schulgartenprojekt soll einen Beitrag im Kampf gegen Mangel- und Falschernährung der Kinder in der region leisten. Mit Hilfe des Gartens sollen Kentnisse der Natur, des Gartenbaus, der Landwirtschaft und der Ernährung vermittelt werden. 

Außerdem sollen die Kinder lernen, Verantwortung zu übernehmen und im Team zu arbeiten. Nicht zuletzt soll es den Kindern Freude bereiten, in "ihrem" Garten Gemüse und Obst anzubauen, den Pflanzen beim Wachsen zuzusehen und das Ergebnis schließlich auf dem Teller zu haben.

Langfristig strebt das Projekt die Selbstversorgung der Schule an, d.h. der Gartenertrag soll eine Schulspeisung für alle Kinder ermöglichen - die gibt es nämlich bisher nicht. Außerdem soll der Wissenstransfer von den Kindern zu den Eltern genutzt werden. Damit im familiären Rahmen ein eigener Garten entstehen kann. 

"Kückenalarm" im Ziegen- & Hühnerprojekt Gitanda

(30.08.10) Von Mai bis Juli hat die Ruanda Stiftung 600 Hühner und 60 Hähne an 300 bedürftige Familien mit Kindern verteilt. Die Hühner sollen den Familien den Aufbau einer Hühnerzucht und zum einen die Erwirtschaftung eines Einkommens ermöglichen, z.B. durch den Verkauf von Eiern, jungen Hühnern oder Hähnen. Zum anderen helfen die Eier den familiären Speiseplan zu verbessern und damit Mangelernährung vorzubeugen. Nun sind erste Erfolge sichtbar, in Form von vielen kleinen Kücken.

Mit der Hühnerverteilung hat ein weiterer Baustein des Pilot-Projektes in Gitanda begonnen. Letztes Jahr im September haben die 300 für das Pilot-Projekt ausgewählten und besonders bedüftigen Kinder der Grundschule Gitanda und deren Familien bereits eine Ziege erhalten. Mittlerweile haben fast alle der 300 zwischen September und Dezember 2010 verteilten Ziegen Nachwuchs bekommen. Die Familien beginnen mit dem Aufbau einer kleinen Ziegenzucht und profitieren schon von dem Dünger, den die Ziegen für das familiäre Feld liefern.

 

200 zufriedene Hühnerbesitzer in Gitanda - Projekt fast abgeschlossen

(15.06.10) 400 Hühner und 40 Hähne haben wir seit Mai verteilt. 200 Kinder und Familien nennen nun neben ihrer Ziege auch zwei Hühner ihr Eigen. Bald können die Familien auch von den Hühnern profitieren, nämlich wenn sie Eier legen oder die Hühner brüten. Die letzte Verteilung fand am 03.07. statt. Besonders den Kindern macht die Hühnerverteilung jedes Mal großen Spaß, wie auf dem Foto nebenstehend zu sehen ist. Die letzten 100 der insgesamt 300 am Projekt beteiligten Familien werden ihre Hühner Ende Juli bekommen.

Um einen Überblick zu haben, wer wann seine Hühner bekommen hat, führen wir bei jeder Verteilung Listen mit den Namen der Kinder und deren Familien. Beim Erhalt der Hühner, muss ein Vertretungsberechtigter des Kindes auf der Liste unterschreiben, bzw. den Erhalt mit seinem Fingerabdruck quittieren.

Hühnerverteilung in Gitanda geht weiter

(21.06.10) Am vergangenen Sonnabend, dem 19.06., fand in der Grundschule Gitanda die nächste Hühnerverteilung statt. Im Rahmen unseres "Ziegen- & Hühnerprojektes Rusiga" wurden 200 Hühner an 100 bedürftige Kinder & Familien verteilt. Zusätzlich wurden 20 Hähne an die Familien vergeben, damit der Nachwuchs gesichert ist und die Familien die Möglichkeit erhalten, sich eine kleine Hühnerzucht auf dem Hof aufzubauen. 

Die Verteilung der Hühner hatte bereits am 1. Mai begonnen. Bisher haben 150 Familien je zwei Hühner bekommen. Insgesamt profitieren von dem Projekt 300 bedürftige Kinder und Familien in Rusiga. Die nächsten Verteilungen für die restlichen 150 Familien finden am 03.07. und 24.07. statt.

 

Neuer Ziegennachwuchs beim Ziegen-Projekt Gitanda

(03.06.10) Gute Neuigkeiten aus Rusiga: Am 2. Juni hat Nathan, unser Mann vor Ort, 149 Zicklein gezählt. Das sind 49 mehr als noch vor drei Wochen.

1. Mai 2010: 100 Hühner und 10 Hähne an 50 arme Familien mit Kindern verteilt

(17.05.10) Ende April hat Teil 3 des "Pilot-Projektes zur sozialen Grund- und Nahrungssicherung von bedürftigen Familien mit Kindern in Gitanda" begonnen. Nachdem im letzten Jahr insgesamt 300 Familien eine Ziege bekommen haben und 300 Kinder für ein weiteres Jahr versichert wurden, haben wir im April nun damit begonnen, an die Familien jeweils 2 Hühner zu verteilen. Vom 26. April bis zum 6. Mai waren unsere Mitarbeiterin Frau Martin sowie der Stifter Herr Schleuning vor Ort in Ruanda, um u.a. der ersten Hühnerverteilung beizuwohnen. Wir haben 100 Hühner und 10 Hähne an 50 Familien verteilt. Die Hühner liefern den Familien nun regelmäßig frische und nährstoffreiche Eier, mit denen sie den täglichen Speiseplan aufbessern und so gegen eine Mangelernährung der Kinder vorsorgen können. Außerdem legen die Hühner den Grundstock für den Aufbau einer kleinen Hühnerzucht, mit dem die Familien langfristig ein Einkommen erwirtschaften können.    

Anbei eine kleine Auswahl der fröhlichen Kindergesichter samt ihren Hühnern.

Ablauf der Hühnerverteilung

Insgesamt wird es sechs Hühnerverteilungen von je 100 Hühnern an 50 Familien geben. Jede Gruppe von 50 Familien erhält zusätzlich 10 Hähne zur Reproduktion und zum Aufbau von kleinen Hühnerzuchten auf dem familiären Hof. Die erste Verteilung fand am 1. Mai 2010 statt. Da die Hühnervergabe auf unserem Ziegenprojekt aufbaut und an das Engagement der beteiligten Familien gebunden ist, ist es wichtig, dass die Familien und die Ziegen vor der Vergabe der Hühner kontrolliert werden. Es bekommen nur jene Familien Hühner, deren Ziege noch lebt und gut versorgt wurde.

Bei der ersten Hühnervergabe wurden alle 50 Familien zwei Wochen vorher kontrolliert. Alle Ziegen waren quicklebendig und erfreuten sich bester Gesundheit. Zudem hatte ein Großteil der Ziegen bereits erfolgreich Nachwuchs bekommen. 

Videoaufnahme während der ersten Hühnerverteilung am 1.Mai 2010

Die Verantwortlichen Lehrer sowie unser Projektmitarbeiter Nathan organisieren die Vergabe der Hühner gemeinsam. Jedes der 50 Kinder wird der Reihe nach aufgerufen, um sich zwei Hühner aus dem Stall zu holen. Der Vertretungsberechtigte des Kindes (dass können Mutter, Vater, Tante oder Opa sein) signiert den Erhalt der beiden Hühner mit seiner Unterschrift. Da ein Großteil der Landbewohner nicht schreiben kann, wird meist mit dem Fingerabdruck unterzeichnet. Die 10 Hähne werden an 10 Familien aus der Gruppe verteilt. Diese 10 Familien wurden im Vorfeld intern gewählt und nehmen die Hähne zu sich nach Hause zur Pflege. Die Hühner aus der Gruppe werden dann abwechselnd zur Befruchtung zu den Hähnen gegeben. 

Das Video kann auch uf unserem YouTube-Kanal unter: http://www.youtube.com/user/ruandastiftung#p/u/1/WbAAS9s2CjY angeschaut werden.


(Bearbeitet am 18.05.2010)

 

Neuer Rekord beim Pilot-Projekt Rusiga: 100 Zicklein

(17.05.10) Im Ziegen- & Hühnerprojekt Gitanda ist wieder ein neuer Rekord erreicht! 100 kleine Zicklein haben die 300, zwischen September und Dezember 2009 verteilten Ziegen mittlerweile zur Welt gebracht. Und es werden von Woche zu Woche mehr. Mit jedem neuen Zicklein steigt Freude und die Motivation der Familien und der Kinder. Denn nicht wenige möchten aus der einen Ziege eine kleine Herde von Ziegen machen. Aller Anfang ist getan.

 

Nebenstehend eine kleine Ausweis des Ziegennachwuchses. Während unserer Projektreise im April/Mai 2010 haben wir 48 männliche und 52 weibliche Zicklein gezählt.

 

(Bearbeitet am 17.05.10)

 

 

Ziegenprojekt Gitanda: Schon 67 kleine Zicklein auf der Welt!

(16.04.10) Im "Pilot-Projekt zur sozialen Grund- und Nahrungssicherung von bedürftigen Familien mit Kindern" in Rusiga gibt es sichtbare und lebende Erfolge - 67 Zicklein sind mittlerweile auf der Welt! Von den 300, zwischen September und Dezember 2009 verteilten Ziegen haben insgesamt 59 Ziegen Nachwuchs bekommen. Die 67 Zicklein sind wohlauf! 

 

Video-Dokumentation zum Pilot-Projekt-Konzept und zur letzten Ziegenverteilung im Dezember 2009

(04.03.10) Vor Kurzem haben wir an dieser Stelle von der letzten erfolgreichen Ziegenverteilung in der Primarschule Gitanda berichtet, welche im Dezember 2009 stattfand.  Insgesamt haben nun 300 bedürftige Kinder und deren Familien eine Ziege erhalten. Viele davon haben schon Nachwuchs bekommen und es werden immer mehr. Die letzte Verteilung von 100 Ziegen im Dezember wurde von einem ruandischen Kameramann begleitet, der daraus eine kurze Video-Dokumentation erstellt hat.

Erster Ziegen-Nachwuchs ist da !

(28.01.10) Am 16. Januar fand auf dem Schulgelände Gitanda eine große Evaluierung aller 300 Kinder mit ihren Ziegen statt. Unser Mitarbeiter vor Ort, Nathan, hat sich jede Ziege genau angeschaut und mit jedem einzelnen Kind gesprochen. Dabei wurde genau geschaut, ob jedes Kind noch seine Ziege besitzt, was durch die Markierung am Ohr der Ziege leicht nachzuvollziehen ist. Unterstützung bekam Nathan durch unseren Veterinärmediziner Claudien, welcher die Ziegen bei Bedarf medikamentös behandelte. Ebenso waren die Schuldirektorin und der für die Evaluierungen verantwortliche Lehrer Alfred bei der Evaluierung anwesend.

Resultat am Ende eines langen Tages: die Kinder und Familien sorgen sich sehr gut um ihre Ziegen. Alle 300 Ziegen leben! Bis auf wenige Ausnahmen erfreuen sich alle Ziegen bester Gesundheit. Drei Ziegen haben bereits gesunden Nachwuchs bekommen. Drei Zicklein sind leider gleich bei der Geburt gestorben.

Mit der erfolgreichen Ziegenverteilung ist nun der erste Projektschritt abgeschlossen. Die darauf folgende Maßnahme ist die Übernahme der Krankenversicherung der 300 am Projekt beteiligten Kinder. In Ruanda zahlt man jedes Jahr einen Beitrag von derzeit 1.000 FRW pro Kopf, um Zugang zu den örtlichen Gesundheitszentren zu haben und medizinisch behandelt zu werden. Die Ruanda Stiftung übernimmt von jenen Kindern die Krankenversicherung lückenlos bis zum 14. Lebensjahr, wo die Ziegen bei der Evaluierung leben und in gutem Zustand sind. Am 16. Januar konnte mit großer Freude der gute Zustand aller 300 verteilten Ziegen bestätigt werden.  

Die Projektmaßnahme "Krankenversicherung" startet demnächst. An dieser Stelle wird bald darüber berichtet.

Ziegenverteilung wurde im Dezember erfolgreich beendet

(25.01.2010) Am Sonnabend, dem 19.12.2009, wurden die letzten 100 Ziegen an die bedürftigen Schulkinder und deren Familien verteilt. Nun haben 300 bedürftige Familien aus der Region Rusiga eine Ziege. Knapp 1/3 der Ziegen war während unseres letzten Besuches im Dezember bereits trächtig. Der Großteil der 300 Ziegen wird im Februar 2010 Junge zur Welt bringen.

Mit der Verteilung der 300 Ziegen an die Kinder und ihre Familien ist die erste Projektphase beendet. Nun folgen weitere Projektschritte, z.B. die Übernahme der jährlichen Krankenversicherung für die 300 projektinvolvierten Schulkinder, die Vergabe von je zwei Hühnern an die Familien, die Verteilung von Schulmaterialien an die Kinder sowie die Errichtung von exemplarischen Schulgärten.

Alle Maßnahmen haben eines zum Ziel, die Verbesserung der Ernährungssituation der 300 projektinvolvierten Familien und somit die Verbesserung der Lebensumstände der Kinder.  


Persönliche Worte vom Stifter Prof. Dr. Schleuning

Knapp eine Woche vor der letzten Ziegenverteilung fand auf dem Schulgelände von Gitanda eine große Evaluierung aller bis zu dem Zeitpunkt verteilten Tiere statt. Zu Beginn hat sich der Stifter Herr Schleuning persönlich an die versammelten Kinder, Eltern und Lehrer gewandt, um ihnen noch einmal unsere Motivation und das Ziel des Pilot-Projektes nahezubringen. Einen Ausschnitt der Ansprache können Sie auf Video hier anschauen.

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Erfolgreicher Start des Ziegenprojekts mit der Grundschule Gitanda

(10.11.09) Im September startete unser neues Ziegenzucht-Projekt, bei dem 300 Ziegen an 300 sehr arme Familien aus der Region Rusiga verteilt werden sollen, deren Kinder die Grundschule Gitanda besuchen. Die Verbesserung der Ernährungssituation der Familien steht bei dem Projekt im Vordergrund. Die Ziegenzucht soll helfen, die Grundbedürfnisse der Familie und Kinder nachhaltig zu befriedigen. Indirekt sollen damit die schulischen Leistungen der Kinder gesteigert werden.
Die Verteilung unterteilt sich in 6 Phasen, bei denen jeweils 50 Kinder bzw. Familien eine Ziege bekommen. Die erste Verteilung fand am 14. September statt. Unsere Projektleiterin Frau Martin hat die Verteilung begleitet.


Ziegenzucht-Projekt EP Gitanda | Dokumentation der 1. Verteilung

Dokumentation als PDF anschauen

Der lange beschwerliche Weg zur Schule: Von Kigali bis zur Schule sind es rund 30 km. Für den Weg braucht man mit dem Auto ca. 1 Stunde und 10 Minuten. Wobei die letzten 6 km unbefestigte und steinige Pisten sind, die steil ins Tal führen und bei Regen nur mit Allradantrieb passierbar sind. Für den Tag der Ziegenverteilung haben wir uns deshalb ein Auto der Jumelage ausgeliehen (siehe 4. Foto), welches wir als Projektpartner des rheinland-pfälzischen Koordinationsbüros in Anspruch nehmen dürfen.

 

Akteure des Ziegenzucht-Projektes

Die Funktion und den Namen der einzelnen Personen erfahren Sie durch einen Klick auf das entsprechende Bild.

Sonntag, 13.09.2009 Evaluierung der 50 gekauften Ziegen

Insgesamt sollen 300 bedürftige Schüler der EP Gitanda, bzw. deren Familien, eine Ziege erhalten. Die 300 Familien wurden in 6 Gruppen zu je 50 Familien aufgeteilt. Jede Gruppe erhält also 50 Ziegen sowie einen Ziegenbock. Die Verteilungen der Ziegen an die einzelnen Gruppen finden zeitversetzt statt. Am 14.09. wurde mit der Verteilung der 1. Gruppe begonnen. 50 Ziegen mussten gekauft werden. Den Auftrag erhielt der Ziegenlieferant Felix UGIRIMBABAZI. Eine Ziege wurde zum Preis von 23.000 FRW erworben, Transport inklusive. Am Tag vor der eigentlichen Verteilung wurden alle Ziegen kontrolliert, mit ihren Nummern registriert sowie mit ihren charakteristischen Merkmalen erfasst. Alle Ziegen haben Blättchen mit einer Nummer im Ohr. In der 1. Gruppe sind das die Nummern 1-50.

Montag, 14.09.2009 Verteilung der 50 Ziegen an die 1. Gruppe

Legende zu den Bildern (von links nach rechts):

1. Bild: 50 kleine Zettelchen mit den Nummern 1-50 (für die Ziegen von 1-50)  
werden vorbereitet, gefaltet und vermischt auf den Tisch gelegt
2. Bild: Jeder der 50 Schüler aus der 1. Gruppe zieht der Reihe nach ein  
Zettelchen und bekommt seine Ziege zugewiesen
3. Bild: Der Schuldirektor Herr Witonze und der Projektverantwortliche Herr 
Bukanda rufen die Namen der 50 Schüler in alphabetischer Reihenfolge auf
4. Bild: Der genannte Schüler tritt mit seiner Ziege nach vorne, in Begleitung seiner Eltern, bzw. des Vormund oder Unterschriftsberechtigten. Es werden Name der Ziege (durch die Kinder selbst gewählt), Name des Kindes, Nummer der Ziege, Name der Eltern und Name des Unterschriftsberechtigten auf dem Vertrag notiert. Anschließend wird der Vertrag von allen Parteien unterschrieben.
5. Bild: Mit Vertragsunterzeichnung und Aushändigung der Ziege an den Schüler und seine Familie, wird die Ziege gleich noch mit den Basismedikamenten durch den Veterinärmediziner Claudien versorgt.

Liste der Empfangsbestätigungen der Ziegen

Auf der Liste sind alle 50 Schüler der 1. Gruppe alphabetisch notiert. Die Liste gibt in einer kurzen übersichtlichen Form Auskunft über Name, Geschlecht und Klassenstufe des Schülers. Ebenso sind die Nummer seiner Ziege, Farbe und besondere Merkmale der Ziege und Datum der Aushändigung der Ziege notiert. Zum Schluss hat jeder Unterschriftsberechtigter der Familie des Schülers (Eltern, Vormund oder entsprechend gewählter Verantwortlicher für die Ziege) den Empfang der Ziege mit seiner Unterschrift (bzw. Fingerabdruck für jene, die nicht schreiben können) bestätigt.

Die freudigen Ziegenbesitzer - eine Auswahl

(Bearbeitet am: 10.11.09)

 

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Hintergründe zum Partner und zu den Projekten

Informationen über die Grundschule

Die Grundschule EP Gitanda befindet sich in der Region Rusiga, in der Nordprovinz Ruandas. Die Schule liegt fernab der Straße, tief im Tal und ist nur durch eine ca. 7 Km lange, steile und schwer zugängliche Piste erreichbar.

Momentan besuchen rund 580 Kinder die Schule. Viele von ihnen kommen aus armen bis sehr armen Familien. Wie das ganze Land Ruanda, so leidet auch diese Region unter einer hohen Einwohnerdichte, schlechter Infrastruktur und schlechten, ausgelaugten Böden. Die daraus resultierende Nahrungsmittelknappheit trifft den Großteil der in der Region ansässigen Familien.

Die ersten Opfer des Nahrungsmangels sind Kinder, vor allem Mädchen. Neben den bekannten physischen Folgen, trägt die mangelnde und unausgewogene Ernährung indirekt zu starken Bildungsdefiziten bei. In der Grundschule EP Gitanda ist zu beobachten, dass viele Schüler den Unterricht nur unregelmäßig besuchen und vor allem dem Nachmittagsunterricht fernbleiben. Da nur wenige Kinder in ihren Familien zum Mittag ein Essen bekommen, bleiben sie lieber zu Hause, als in der Schule aus Hunger und Erschöpftheit zu schlafen. Darin liegt begründet, dass nur ein Bruchteil der Kinder die Grundschule beendet und auf die Sekundarschule wechselt.

Projekte an der Grundschule

2009 hat die Ruanda Stiftung begonnen, zusammen mit der Grundschule Gitanda ein "Pilot-Projekt zur sozialen Grund- und Ernährungssicherung von Familien mit Kindern" umzusetzen (ausführliches Projektkonzept).

Die Grundidee des Pilot-Projektes besteht darin, das Lebensumfeld der Kinder in den Bereichen Ernährung, Bildung und Gesundheit zu verbessern. Mit verschiedenen Projektmaßnahmen wird erstens versucht die Familie langfristig zu stärken, dass "Fundament" der Kinder. Zum zweiten die Bedingungen an der Schule und zum dritten die medizinische Versorgung der Kinder zu verbessern.

Gemeinsam werden derzeit folgende Projekte realisiert:

Ziegen- und Hühnerprojekt für 300 Familien mit Kindern
300 Familien mit Kindern haben jeweils eine Ziege und zwei Hühner bekommen. Ziel ist der Aufbau einer Tierzucht zur Einkommensbeschaffung.

Krankenversicherung für 300 Kinder
300 Kinder werden seit 2010 krankenversichert, um deren Gesundheitsvor- und -fürsorge zu verbessern. Das Projekt findet in Kooperation mit einer Spendenaktion der MitarbeiterInnen der AOK Rheinland-Pfalz statt (für das Jahr 2011). 

Bau von Latrinen und Wasserzisternen an der Schule
Die Schule hat 2009 neue Latrinen und eine Wasserzisterne bekommen.

Schulgarten
An der Schule wird aktuell ein Schulgartenprojekt durchgeführt. Es werden von den Kindern Gemüse und Obst angebaut.

Mikro-Kredite für Familien und junge Menschen
Seit 2010 werden ausgewählte Familien mit Mikro-Krediten untersützt. Das Projekt befindet sich in der Erprobungsphase.

Solaranlage für den Betrieb eines Computers
Die Firma IBC Solar hat der Schule eine kleine Inselsolaranlage zum Betrieb eines Computers gesponsert. Der Computer wurde uns von der Conrad Stiftung geschenkt. Voraussichtlich im Dezember/Januar 2011 wird die Anlage installiert.

Workshops zur Tierhaltung
Es wurden und werden Workshops an der Schule durchgeführt, zu Themen wie "Ziegenhaltung", "Bedienung PC" oder " Projektmanagement".

 

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